Der Westfälische Friede
geschlossen 1648 in Münster und Osnabrück verdient einen Friedenspreis.
Die diesjährige Entscheidung des WWL (Wirtschaftliche Gesellschaft Westfalen-Lippe) den Preis an die Nato zu vergeben, widerspricht dem Geist und der Tradition des Westfälischen Friedens.
Der Westfälische Friede von 1648 beendete verheerende Kriege zwischen Staaten und gilt als Meilenstein der Diplomatie. Er steht für die Idee, Konflikte durch Verhandlungen und Kompromisse zu lösen und gilt als Grundlage des Völkerrechts.
Frieden durch Dialog - diese Botschaft des Westfälischen Friedens ist auch Grundlage für den
Aktuelle Termine
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Aktuelle Termine 〰️
Veranstaltung im Forum der VHS, Ägidiimarkt am 29.05.26 um 18:00 Uhr
"Sicherheit und Frieden neu denken: Lehren aus dem Westfälischen Frieden für eine friedliche Zukunft Europas" mit Ralf Becker von der evangelischen Initiative „Sicherheit neu denken“
Veranstaltung im Forum der VHS, Ägidiimarkt am 02.07.26 um 18:00 Uhr
“Der Westfälische Frieden und seine Relevanz bis heute” mit DR. Ralf Klötzer, Historiker
Spielfilm im Cinema Münster, Warendorfer Str. 18:00 Uhr
“Eine Liebe für den Frieden”
Die Botschafterin für den Frieden und der Erfinder des Dynamits beeinflussen sich lebenslang gegenseitig in ihren Ansichten und Überzeugungen. Bertha von Suttners unermüdlicher Kampf für den Frieden inspiriert Alfred Nobel zu einem außergewöhnlichen Testament: Den Nobelpreis.
Der Eintritt ist frei
Termin der Preisverleihung:
Freitag, 25.09. 18:00 Uhr, Historisches Rathaus zu Münster
Vorher ab 14:00 - 18:00 Uhr auf dem Domplatz großes Friedens- und Kulturfest. (Organisiert vom Friedensforum Münster)
Petition über Changeorg „Kein Friedenspreis an die Nato“
von der Paderborner Friedensinitiative
Die Wirtschaftliche Gesellschaft für Westfalen und Lippe e. V. will ihren diesjährigen „Internationalen Preis des Westfälischen Friedens“ an die NATO verleihen. Diese Entscheidung wurde von einer elfköpfigen Jury getroffen, unter ihnen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzler Friedrich Merz, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, BW Ministerpräsident Cem Özdemir.
Der Westfälische Friede steht historisch für die Überwindung von Gewalt durch Verhandlung, für Ausgleich statt Eskalation und für den Vorrang ziviler Lösungen. Er markiert den Beginn einer Ordnung, in der Frieden nicht militärisch erzwungen, sondern politisch gestaltet wird.
Die NATO hingegen ist ein Militärbündnis, dessen Kern in Abschreckung, Aufrüstung und militärischer Durchsetzungsfähigkeit liegt. Sie ist Teil geopolitischer Konfliktdynamiken und war und ist in bewaffnete Auseinandersetzungen involviert. Eine solche Institution mit einem Friedenspreis auszuzeichnen, verschiebt den Maßstab dessen, was als „Frieden“ gelten soll.
Damit droht eine begriffliche und politische Entwertung des Friedensgedankens selbst: Wenn militärische Bündnisse als Träger von „Frieden“ ausgezeichnet werden, wird der Unterschied zwischen ziviler Konfliktlösung und militärischer Machtpolitik verwischt.
Gerade in einer Zeit wachsender globaler Spannungen braucht es eine klare Stärkung von Diplomatie, Völkerverständigung und gewaltfreien Lösungsansätzen – nicht deren symbolische Gleichsetzung mit militärischer Logik.
Hier geht es zur Petition: